Radicale-Kalender mit Google Kalender & Microsoft 365 synchronisieren
Radicale ist einer der leichtgewichtigsten CalDAV/CardDAV-Server überhaupt. In Python geschrieben, läuft er problemlos auf einem Raspberry Pi, NAS oder kleinen Server — genau weil er eine Sache gut macht und kaum Ressourcen braucht. Aber eine Synchronisation mit Google Kalender oder Microsoft 365 ist nicht eingebaut.
Warum Radicale nicht direkt mit Cloud-Kalendern synchronisiert
Radicale ist ein CalDAV-Server. Google Kalender und Microsoft 365 verwenden eigene, proprietäre APIs. Es gibt keine direkte Protokoll-Brücke zwischen ihnen. Radicale stellt Kalender für CalDAV-Clients bereit (wie Thunderbird, DAVx⁵ oder GNOME Calendar), kann aber selbst keine Events an Google oder Microsoft senden.
Der ICS-Export-Workaround — und warum er scheitert
Manche Nutzer exportieren ihren Radicale-Kalender als ICS-Datei und abonnieren ihn in Google Kalender oder Outlook. Dieser Ansatz hat entscheidende Einschränkungen:
- ICS-Abonnements sind schreibgeschützt. Du kannst Events sehen, aber von der Cloud-Seite aus nicht bearbeiten oder neue erstellen.
- Aktualisierungsintervalle sind unberechenbar. Google Kalender aktualisiert ICS-Feeds nur alle 12–48 Stunden. Microsoft 365 ist ähnlich langsam.
- Keine bidirektionale Synchronisation. Änderungen in Google Kalender oder Outlook fließen nie nach Radicale zurück.
Für alle, die auf aktuelle Terminplanung über verschiedene Geräte angewiesen sind, sind ICS-Abonnements keine brauchbare Lösung.
Die Lösung: CalDAVconnect
CalDAVconnect ist ein Cloud-Service, der deinen Radicale-Server mit Google Kalender, Microsoft 365 oder beiden verbindet. Er bietet echte bidirektionale Synchronisation:
- Erstelle einen Termin in Radicale → er erscheint in Google Kalender oder Outlook innerhalb von Sekunden
- Bearbeite einen Termin in Google Kalender → die Änderung wird zurück nach Radicale synchronisiert
- Lösche einen Termin auf einer Seite → er wird auf der anderen Seite entfernt
So funktioniert es
- CalDAVconnect verbindet sich mit deinem Radicale-Server über CalDAV
- Es verbindet sich mit Google Kalender (über Googles Calendar API) oder Microsoft 365 (über Microsoft Graph API) per OAuth
- Änderungen werden erkannt und bidirektional synchronisiert — in der Regel innerhalb von Sekunden
Änderungen in Google Kalender werden sofort per Webhooks erkannt. Änderungen in Radicale werden über schnelles CTag-Polling erfasst.
Einrichtung in 5 Minuten
- CalDAVconnect-Konto erstellen (kostenlos während der Public Beta)
- Radicale-Server-URL und Zugangsdaten eingeben (typisch:
https://dein-server/radicale/user/calendar.ics/) - Google Kalender oder Microsoft 365 per OAuth autorisieren
- Kalender zum Synchronisieren auswählen
- Die erste Synchronisation läuft automatisch
Keine Software auf deinem Radicale-Server zu installieren, keine Cronjobs, keine Konfigurationsänderungen. CalDAVconnect verbindet sich als normaler CalDAV-Client.
Funktioniert mit jedem Radicale-Setup
Ob du Radicale auf einem Raspberry Pi zu Hause betreibst, in einem Docker-Container, auf einem VPS oder hinter einem Reverse Proxy — CalDAVconnect funktioniert mit jeder Standard-Radicale-Installation. Alles was es braucht, ist CalDAV-Zugriff auf deinen Server.
Datenschutz und Compliance
CalDAVconnect läuft auf Hetzner in Nürnberg, Deutschland. Deine Kalenderdaten werden ausschließlich innerhalb der EU verarbeitet und verschlüsselt gespeichert. CalDAVconnect ist vollständig DSGVO-konform — was besonders wichtig ist, wenn Datensouveränität der Grund war, Radicale zu wählen.
Fazit
Radicale ist eine großartige Wahl für einen minimalen, selbstgehosteten Kalenderserver. Mit CalDAVconnect behältst du diese Einfachheit und synchronisierst deine Termine trotzdem mit Google Kalender oder Microsoft 365 — bidirektional und in Sekunden.